Generation „Digital Natives“

Als Annette und ich zum ersten Mal über ihr Projekt sprechen, stehen noch Lebkuchen auf dem Tisch: Es ist Dezember 2018 und ein Jahr voller neuer Technologie-Trends und digitaler Projekte liegt hinter mir und unserer Agentur VISIONSBOX.

Unsere Kunden stammen zum Großteil aus der mittelständischen Industrie – für sie entwickeln wir unter anderem Software, Apps, AR/VR-Präsentationen sowie 3D-Animationen. Dabei erhalten wir oft spannende Einblicke in die Produktionsprozesse vor Ort, die natürlich mehr und mehr automatisiert werden. So sehr es mich fasziniert (eine ganze Halle ohne Menschen und alles bewegt sich unfassbar schnell und präzise!), so sehr frage ich mich auch, wo das alles in Zukunft hinführen wird. Wo und wie werden meine Kinder einmal arbeiten? Wer konsumiert noch, wenn keiner mehr Arbeit hat? Gibt es in Zukunft eigentlich noch Offline-Stores, Briefmarken und Bargeld?

Das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig, jeder ist davon umgeben und abhängig. Doch der digitale Alltag ist so selbstverständlich und normal, dass er abseits politischer Facetten wie dem Datenschutz oder dem Urheberrecht nur selten thematisiert wird. Dabei empfinde ich es als eine der wichtigsten Bildungsaufgaben, die Menschen über Chancen und Risiken im Umgang mit neuen Medien und Technologien aufzuklären. Wenn wir unsere Kinder schon „Digital Natives“ nennen, dann müssen wir sie doch bitteschön auch digital mündig machen. Dass Amazon bald Lebensmittel mit Drohnen ausliefert, mag zunächst kurios erscheinen – aber es ist nur eine Facette der allumfassenden digitalen Entwicklung, die im Hintergrund unsere Arbeitswelt, unser Kommunikationsverhalten und viele gewachsene Traditionen komplett umkrempelt. Was davon ist gut, was ist nachhaltig, was ist als Gesellschaft verantwortbar?

Daher ist es mir ein persönliches Anliegen, WORK REPLACE 4.0 zu unterstützen. Die Herausforderung, vor die uns Annette mit diesem Theaterstück stellte, reizten uns sowohl technisch als auch konzeptionell. Wir haben viel zusammen nachgedacht, viel ausprobiert, mussten an technische Grenzen stoßen und mehrmals umdenken. Letztlich sind wir aber zu einer guten Lösung in Form einer Smartphone-App gekommen, die in meinen Augen den Anforderungen des Theaterstücks gerecht wird und Annettes Vision gut transportiert.

Während der ersten App-Tests war ich überrascht, wie emotional das selbst auf mich als Kenner der Inhalte wirkte. Das Zusammenspiel aus Technik und Botschaft finde ich sehr unterhaltsam und gelungen, teilweise magisch. Ich bin sicher, dass das Theaterstück viele Zuschauer berühren und zum Denken anregen wird. Annette hat ein wirklich cleveres und visionäres Stück geschaffen und ich bin ihr dankbar, dass sie der digitalen Aufklärung und politischen Themen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen eine Bühne gibt. Deshalb unterstützen wir WORK REPLACE 4.0 sehr gerne und sind stolz darauf, mit unserer App zur Realisation des Projekts beizutragen.

Sofern uns die digitale Technik nicht im Stich lässt, sollte es ein echtes Erlebnis werden und jedem Besucher spannende Impulse mitgeben. Und sollte uns die Technik doch mal im Stich lassen, wäre das ironischerweise die größte Bestätigung für die Relevanz des Themas – ohne Technik geht eben gar nix ..!

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